Wie kann man heute ein Unternehmen und Mitarbeiter der Zukunft sein?

Berufstätige und Unternehmen müssen sich ständig neu erfinden. Man muss von Woche zu Woche Neues schaffen, um sich seinen Platz auf dem Markt der Zukunft zu sichern. Unternehmen werden von Menschen gemacht, und Menschen müssen ständig und dringend nach Innovationen suchen.

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Zukunft. Das ist ein Thema, das viele Berufstätige und Unternehmen interessiert. Die große Herausforderung aller Unternehmen ist es, den Verbraucher unserer Zeit zu verstehen und wie er sich in Zukunft verhalten wird, um ihm weiterhin interessante Produkte und Dienstleistungen bieten zu können. 

Arbeiter und Unternehmen müssen sich ständig neu erfinden. Man muss sich von Woche zu Woche neu erfinden, auf kleinere Projekte setzen, den Mitarbeitern und Kunden zuhören und analysieren, ob man durch offene Innovationen das Wissen des Marktes für sich nutzen kann. 

In diesem Prozess sollte man an alle Organisationen denken, die durch ihr explosionsartiges Wachstum etablierte Unternehmen schnell vom Thron stoßen können. Flavia Gamonar, Professorin, Referentin und Co-Autorin des Buches “DISRUPTalks: Karriere, Unternehmertum und Innovation in Zeiten des schnellen Wandels”, erklärt, dass man das exponentielle Wachstum am Anfang gar nicht voraussieht, sondern erst mit den starken Zunahmen im Nachhinein sieht. Das außerordentliche Wachstum von Instagram ist ein gutes Beispiel für eine exponentielle Organisation. In wenigen Monaten ist die Zahl der Nutzer explodiert und die Firma war plötzlich 25 Millionen Dollar schwer - und das innerhalb von 2 Jahren. Dann wurde sie mit 13 Führungskräften für 1 Milliarde US-Dollar an Facebook verkauft. 

Das oben genannte Beispiel zeigt, dass traditionelle Organisationen gefährdet sind durch Startups, die in Studenten-Garagen entstehen. Um mit den Veränderungen der Unternehmenswelt Schritt halten zu können, muss man sein Radar immer auf die Geschehnisse der Welt richten, verstehen, wie sich die Geschäfte des täglichen Lebens verändern, und einen offenen Geist behalten. 

Zukunftsforscher können eine grobe Orientierung über Geschehnisse der nächsten Jahre geben. Aber nichts ist sicher, alles kann passieren. Laut des Mooreschen Gesetzes über exponentielles Wachstum werden Smartphones in 20 Jahren eine 524 Mal höhere Rechenleistung als heute haben. “Dennoch ist es möglich, dass eine andere Technologie die heutige ablösen wird. Es ist ein Risiko davon auszugehen, dass wir ewig diese Geräte weiterverwenden werden”, mahnt Gamonar. 

Ein anderer Punkt, der beachtet werden sollte, ist das “adjacent possible”, ein Begriff des Forschers Stuart Kauffman, der die Grenzen des kreativen Potenzials bei Veränderungen und Innovationen beschreibt. Während der Entwicklung des 14-bis ist Santo Dumont mehrfach gescheitert. Bei jedem Versuch hatte er eine neue vielversprechende Grundlage, da er auf dem, was er bereits versucht hatte - ob Richtig oder Falsch - aufbauen konnte.

Wer eben dieses “adjacent possible” nicht beachtet, kann bei Voraussagen böse Fehler machen, da die meisten Voraussagen auf dem basieren, was wir heute zur Verfügung haben. “Die Technology wirkt in diesem Prozess wie ein befreiender Mechanismus für Ressourcen. Momentan besitze ich keine Technology, die mir etwas bestimmtes ermöglicht, aber plötzlich könnte diese auftauchen und den kompletten Kontext auf eine höhere Ebene heben”. 

Der Arbeitnehmer der Zukunft

Erfahrung reicht nicht aus. Arbeitnehmer mit solider Erfahrung werden entlassen, weil der Markt sich selbst sehr schnell neu erfindet. Neue Funktionen entstehen während andere verschwinden. “Niemand muss bzw. wird den Rest seines Lebens dasselbe machen. Laut der Cornell Universität wird ein Abiturient in seinem Leben etwa 5 Mal seine Karriere ändern”, betont Gamonar. 

Um sich auf dem Laufenden zu halten, sollte man sich neuen Projekten widmen, einen Plan B im Ärmel haben, ein gutes Netzwerk aufbauen, sich auf Veranstaltungen und sozialen Netwerken sehen lassen und immer weiter lernen. 

Der Gegner ist die Bequemlichkeit und der Mangel an Wissen, wie man seine Karriere handhabt. Wer im Automatismus festhängt täglich zur Arbeit zu fahren und sich auf seine jetzige Aufgabe zu konzentrieren, ohne Bücher zu lesen, Kurse oder Veranstaltungen zu besuchen, sollte sein Konzept überdenken. Es ist wichtig, sich einen beruflichen Plan zu machen, Ziele zu haben, seine Stärken zu kennen und dabei die Veränderungen am Markt zu beachten. 

Unternehmen werden von Menschen gemacht und Menschen müssen ständig und dringend nach Innovationen suchen. Nur wenn wir auf unsere Umwelt achten, können wir ein Arbeitnehmer sein, der weiß, was der Markt braucht und gute Entscheidungen treffen, die das Schlimmste verhindern”, sagt Gamonar. 

Über den Interviewpartner:

Flavia Gamonar ist Top Voice auf Linkedin, Referentin, Dozentin, hat einen Doktor in  Medien und Technology, Mitgründer von “O Que Move o Marketing (OQMOM) und Co-Autorin des Buches Disruptalks.

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