Vom ersten Onlinevideo zum Massenmedium

Alles begann natürlich mit der Geburtsstunde des World Wide Web. Für alle, die ein wenig jünger sind, als wir Steinzeitmenschen: das war 1990. Da erfand der britische Physiker und Informatiker Sir Tim Berners-Lee  das Internet wie auch dessen Grundlage HTML. Klar, das wirkt nun alles wie eine vollkommen andere Zeit, aber bedenkt wie revolutionär es war, die Möglichkeit zu haben Bild- und Textinhalte zeitgleich der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen. Wie neuartig und aufwändig die Konzeption des Internets jedoch war,  wird heute häufig vergessen.

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Die Geburtsstunde des Onlinevideos Als es Mitarbeitern der Universität Cambridge 1991 ermöglicht wurde ihre Kaffeekanne mittels installierter Kamera zu überwachen, war ihnen vermutlich nicht klar, dass sie hier das allererste Onlinevideo vor sich hatten. Vom Kaffeekochüberwachungs-Tool mauserte sich die Webcam sehr schnell zum Multifunktionstool. Überhaupt erlebten  Onlinevideos in den neunziger Jahren einen Riesenboom. Zahlreiche Streamingdienste eroberten den Markt und machten  Onlinevideos  massentauglich.  Dann kam der erste große Kracher: das NetAid Konzert im Jahr 1999. Es wurde als DAS erste große Multimediaspektakel schlechthin bezeichnet. Zusätzlich zur Fernseh- und Radioübertragung bot sich erstmals die Möglichkeit ein Großereignis via Livestream zu verfolgen. Viele Besucher der Website zeigten sich allerdings enttäuscht, denn für ein rekordverdächtiges Medienspektakel hielt die Qualität des Streamingdienstes nicht das, was sie versprach.  Schnell war klar, dass es im Bereich der Online-Videoübertragung noch Verbesserungspotential gab. Adobe Flash - die Tür zum unbegrenzten, einfachen Streaming Adobe Flash ließ schließlich Add-Ons überflüssig werden und ermöglichte damit das einfache, schnelle streamen von Onlinevideos in guter Qualität. Das unvermeidliche ließ sich nicht aufhalten und so erblickte 2005 YouTube das Licht der Welt. Das Videoportal, das umgangssprachlich so viel bedeutet wie “du sendest” lockte schnell globale Riesen wie den Internetgiganten Google auf den Plan. Und so verwunderte es nicht, das der Streamingdienst im Oktober 2006 für umgerechnet 1,31 Milliarden Euro an den Suchmaschinenbetreiber wechselte. Das Online-Video als Massenmedium YouTube ist nach wie vor in unser aller Bewusstsein. So präsent wie es ist, wird schnell deutlich, dass die Online-Video-Bewegung nicht mehr aus unserer heutigen Gegenwart wegzudenken ist, sondern als fester Bestandteil betrachtet werden muss. Mittlerweile können wir Online-Videos von Tablets, Smartphones oder auch vom Fernseher aus genießen. Zahlreiche Videoportale  sind auf den Erfolgszug aufgesprungen und befriedigen die Bedürfnisse ihrer Besucher. Wir sind gespannt wie es die nächsten Jahre weitergehen wird.

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