Einigung bei YouTube und Gema

Google-Tochter und Gema einigen sich nach jahrelangem Streit um Lizenzvertrag.

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Am 2. November 2016 wurde verkündet, dass sich Google-Tochter YouTube und die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (kurz: Gema) im Streit um die Lizenzfrage von YouTube-Videos endlich geeinigt haben. 

Wir wollen euch hier einmal einen kleinen Überblick über alles Wichtige geben: 

Die Gema ist eine Gesellschaft, die dafür sorgt, dass alle Musiker Geld kriegen, wenn ihre Musik abgespielt wird. Sprich: Wer Musik öffentlich nutzt, soll die Urheber dafür bezahlen. Und genau hierin bestand bislang das große Problem. Denn viele Videos waren für deutsche YouTube-Nutzer bislang gesperrt und nicht zugänglich, da Uneinigkeit über die Musikrechte herrschte. 

Dieses Problem soll jetzt nun der Vergangenheit angehören: Die Gema und YouTube haben bestätigt, sich auf einen Lizenzvertrag geeinigt zu haben. YouTube zahlt demnach eine Abgabe an die Gema, wodurch alle YouTube-Nutzer ab sofort Zugang zu Musikclips haben, die vorher nicht verfügbar waren. Dies betrifft alle Videos der rund 70.000 Gema-Mitglieder sowie der Künstler, die die Gema im Ausland vertritt. Dieser Vertrag ermöglicht nicht nur, dass deutsche YouTube-Nutzer eine Vielzahl von Videos endlich anschauen können, sondern auch, dass die Künstler endlich für das Abspielen ihrer Videos auf YouTube bezahlt werden. 

Sowohl Gema als auch YouTube schweigen bislang über die Höhe des Betrags, der an die Gesellschaft geflossen ist. Mit der Einigung geht ein Streit zu Ende, der sich seit 2009 teilweise sogar gerichtlich nicht lösen lies. In über sieben Jahren schienen Gema und YouTube keine Lösung dafür zu finden, wer Lizenznehmer der Videos ist. Die jetzige Vereinbarung soll rückwirkend für den Zeitraum seit 2009 gelten. 

Viele Künstler haben ihre Freude über die Einigung bereits öffentlich zum Ausdruck gebracht. Anscheinend wird die Gema den Zahlungsbetrag von YouTube an Künstler ausschütten, die sie vertritt. 

Was das für uns bedeutet

Die Einigung zwischen der Google-Tochter YouTube und Gema hat auch für uns eine große Bedeutung. Bislang standen wir vor dem Problem, dass Musikproduzenten unser Tool teilweise nicht verwenden konnten, da eine Vielzahl von Videos auf YouTube gesperrt waren. Auch wir mussten uns natürlich an diese Sperre halten. Sprich: Durch die Einigung zwischen den beiden Vertragspartnern sind die Videos ab sofort wieder verfügbar, was für uns bedeutet, dass unser Tool nun von noch mehr Menschen genutzt werden kann und wir eine noch größere Zahl an Menschen multilingual erreichen können! 

Eine weitere schöne Nachricht für alugha und ein wichtiger Schritt für das Videoportal YouTube. 

In diesem Sinne: Let’s go! 

#doitmulitlingual 

 

 

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