Let's Talk Again - Matthias Schaudig

Ich werde eines Tages bei meinem ersten Hollywoodfilm Regie führen und die multilinguale Vertonung in die Hände von alugha geben.

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Wie lange bist du bei alugha?

Der erste Kontakt fand im Juli 2015 statt, wo ich auch an den ersten hoTodi-Produktionen zunächst noch mitgewirkt habe, bis dafür einige Monate später selbst die Verantwortung übernahm. Damals habe ich noch BWL an der TU Kaiserslautern studiert und war damit nicht sehr glücklich. Zwar wollte ich mich schon immer selbstständig machen, allerdings habe ich erwartet, genau das auch in dem Studium zu lernen - dem war leider nicht so. Kreativ war ich zur damaligen Zeit auch schon, eigentlich kann ich das sogar noch viele Jahre weiter bis in meine Kindergartenzeit zurückverfolgen... Dass man damit jedoch auch professionell seine Brötchen verdienen kann und es noch sehr viel mehr in dem Bereich gibt als ich dachte - diese Erkenntnis kam erst, als ich zu alugha kam. Offiziell hab ich dann im Februar 2016 als Werkstudent begonnen und ich bin von Kaiserslautern zunehmend öfter nach Mannheim gependelt. Als ich dann irgendwann eigentlich jeden Tag nur noch bei alugha im Büro sein wollte, war mir klar, dass sich meine Zukunft eigentlich hier aufbauen sollte und so suchte ich nach Möglichkeiten diesen Weg auch konsequent einzuschlagen, was dazu führte, dass ich gemeinsam mit Niklas Korz im Oktober 2016 mein duales Studium bei alugha begann - er im Bereich Informatik und ich im Bereich Mediendesign. Ich kann nun also insgesamt auf bereits fast 4 Jahre bei alugha zurückblicken.

Was machst du als erstes, wenn du morgens ins Büro kommst?

Zunächst baue ich mein Arbeitssetup auf, da ich meistens an meinem eigenen Laptop arbeite - Laptopkühler, 3 Festplatten, externer Bildschirm und Maus - der ganze Schreibtisch wird so mit Technik in Belagerung genommen. Zweite Station - unverzichtbar: Die Kaffeemaschine. Anschließend wird gelüftet, damit das kreative Hirn auf genug Sauerstoff zurückgreifen kann und der Firmenchat, sowie Timetracking gestartet. Dann wird erstmal in aller Ruhe der Arbeitstag geplant und die Tasks überblickt und sich an die wichtigste Aufgabe zuerst gesetzt. Oft genieße ich dann, sobald mein Ausbilder im Büro ankommt, einen Smalltalk mit ihm über das Studium, aktuelle Projekte oder Neuerungen in der Kreativwelt bei einem Orangensaft und Kaffee im 1. OG.

Worauf freust du dich bei der Arbeit am meisten?

Auf neue Briefings - ich liebe neue Projekte. Ich habe das Glück, dass ich in den vielen Bereichen in denen ich mich mittlerweile ausbilden konnte auch tatsächlich eingesetzt werde - daher bedeuten neue Briefings und Aufgabenstellungen für mich immer wieder frischen Wind und eine neue Herausforderung - und ich liebe Herausforderungen!

Was hat dich heute schon zum Lachen gebracht?

Mein Ausbilder Manuel Ding und unser Dubbingspezialist Jonas Schlegel - das sind immer die Hauptverdächtigen, die mein Lachgetriebe beanspruchen! 

Kein Arbeitsplatz ist perfekt. Was würdest du gerne bei alugha verändern?

Huiuiui... Wo fange ich da bloß an..? Als Kreativer mutiert man bei solch einer Fragestellung schnell zum Innenarchitekten! Ich würde mir in erster Linie neue Bürostühle wünschen - aber für den Workflow wären kalibrierte 4k-HDR-Monitore wirklich eine wichtige Anschaffung, damit man auch wirklich farbgenau und -getreut arbeiten kann. Als Student hätte ich mir sehr einen Beamer im Kreativbüro gewünscht, an dem man sich gegenseitig immer wieder neue Methoden und Tricks zeigen kann! Wenn man etwas träumen darf, dann hätte ich das Dach in eine Terasse umgebaut, auf der im Sommer in der Mittagspause gegrillt und draußen gesessen werden kann - oder auch in der Arbeitszeit einfach mal an der frischen Luft gearbeitet werden kann.

Hast du eine neue Seite an dir entdeckt?

Und auch bei dieser Frage weiß ich nicht, wo ich anfangen soll... Wenn ich mir mein Teamfoto anschaue, dann erkenne ich mich gar nicht mehr wieder - und das meine ich nicht nur optisch. Diese Zeit hat sich für mich angefühlt wie ein Jahrzehnt an Erfahrungen und Eindrücken und ich bin sehr dankbar und demütig für dieses Wachstum, das ich erleben durfte. Viele Seiten, die ich bereits an mir kannte sind zu richtigen Charaktereigenschaften herangewachsen und ich bin sehr dankbar, dass ich mittlerweile mit einer Selbstsicherheit an Projekte gehe, dass ich keine Angst vorm Scheitern habe, sondern viel mehr mit aller Kraft versuche, das beste draus zu machen. Und wenn das nicht klappt, dann weiß ich, dass es nächstes Mal klappen wird. Ein gewisses Durchsetzungsvermögen habe ich damals schon im Leistungssport gelernt, aber dieses nachhaltige immer weiter versuchen, sich nie ganz mit sich selbst zufrieden zu geben und immer an mir selbst weiterzuarbeiten, ohne mich selbst durch eine Momentaufnahme zu definieren - in diesem Maßstab ist das neu und das habe ich all diesen Erfahrungen, die ich hier in meiner Studienzeit sammeln durfte zu verdanken. Ich glaube fest daran, dass ich damit noch so einiges erreichen kann und nun im Nachgang einen viel bedeutenderen Beitrag zu alugha leisten kann als vor meinem Studium - auch die kreativen Fachkenntnisse mal außen vor gelassen.

In wie weit hat dich das internationale Team beeinflusst?

Sehr, sehr, sehr! So sehr sogar, dass ich selbst nun ins Ausland möchte, um diese Erfahrungen noch viel stärker zu sammeln. Darüber hinaus ist mein Englisch mittlerweile besser als meine zweite Muttersprache russisch geworden, was natürlich sehr von Vorteil ist, wenn man bedenkt, dass die ganz großen Filme alle auf Englisch produziert werden und ich da eines Tages auch einmal hin möchte.

Welcher Herausforderung musstest du dich stellen?

Nunja, diese ganzen Erfahrungen, die mich hier wachsen ließen, kommen nicht nur von reibungslosen und harmonischen Situationen. Ich habe mich schon oft aufgeregt, mich einige Male gestritten und war das eine oder andere Mal auch schon frustriert. Aber genau diese Herausforderungen, ob Kommunikationsprobleme, Kreative Unstimmigkeiten, Schlechtes Zeitmanagement (vor allem von mir selbst, upsi), oder ähnliches - all das sind eben Erfahrungswerte, die - sofern man richtig mit ihnen umgeht - einen wachsen lassen. Außerdem wurde ich regelmäßig mit meinem miserablem Zeitmanagement konfrontiert und hab das mittlerweile schon deutlich besser in den Griff kriegen können. Früher bin ich auch immer mit der Maxime an jedes Projekt gegangen, die höchstmögliche Qualität mit Hollywoodinspiration anzugehen - heute weiß ich, dass gute Gestaltung nicht die bestmögliche visuelle Qualität bedeutet, sondern die Gestaltung genau so aussehen muss, wie es die Absicht und das Produkt für die Zielgruppe braucht.

Was ist dein persönlicher großer Traum?

Ich werde eines Tages bei meinem ersten Hollywoodfilm Regie führen und die multilinguale Vertonung in die Hände von alugha geben. Außerdem ein Kreativstudio leiten, meine Bucketlist peux-à-peux abhaken und eine Zweitwohnung in Los Angeles haben.

Was ist dein Rat an einen neuen alughaner?

Communication is key! Sich absprechen und besprechen und den Workflow beibehalten - so kommen wir alle ans Ziel! Und: Embrace failure - jeder Fehler birgt das Potenzial sich zu verbessern und in der Summe werden wir als Firma gemeinsam immer weiter wachsen.

 

Da Matthias seine Ausbildung beendet hat wird er uns diesen Monat verlassen. Das alugha-Team wünscht ihm alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg beim Verfolgen seiner Träume! 

 

#alugha

#doitmultilingual

#everyoneslanguage

War ne spannende und coole Zeit! Viele Höhen und Tiefen und viele tolle Outputs! Wir sind sehr stolz darauf, dass wir dir den ersten wichtigen Milestone in deinem zukünftigen Berufsleben ermöglichen und mit dir gemeinsam gehen durften!

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