Still Alice - Filmrezension

Ein Film über Alzheimer und ein Oscar für Julianne Moore

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Jung und dynamisch, das werden, sind oder waren wir alle einmal. Doch wir alle werden auch einmal alt. Wir werden vielleicht sogar einmal so alt, dass wir ab und an Dinge vergessen. Und viele Menschen werden im Alter vergesslich, krank und abhängig von anderen. Dieses Thema ist nicht schön, doch es betrifft uns alle. Wir müssen uns alle irgendwann damit auseinandersetzen. Genau diesem Thema sollte die Welt des Films eine Bühne geben - und mit Julianne Moore als Dr. Alice Howland, die im Film an Früh-Demenz erkrankt, hat sie das getan.

“Leute mit Alzheimer verdienen es, gesehen zu werden” - Julianne Moore 

Still Alice ist ein Film über das Schicksal der erfolgreichen Professorin Dr. Alice Howland (Julianne Moore) und zeigt den Weg einer selbstsicheren Frau von der Diagnose der Frühdemenz bis zum fast vollständigen Verfall ihrer Erinnerung. Der Zuschauer erlebt, wie Alice bei Vorlesungen die Worte entfallen, sie sich beim Joggen verläuft und Verabredungen vergisst. Dass Alice sich öfter wiederholt und Dinge nicht lang behalten kann finden ihr Ehemann und ihre Kinder zwar merkwürdig, denken sich jedoch vorerst nichts dabei - schließlich ist sie doch erst fünfzig. Als ihr Arzt dann jedoch die Diagnose Alzheimer im frühen Stadium stellt, sind alle zutiefst schockiert und haben große Angst vor dem, was kommen wird. Und was kommt, trifft die ganze Familie oft wie ein Schlag und ist unaufhaltsam. Alice verändert sich mehr und mehr und verliert die Kontrolle über sich selbst.

Doch die Krankheit hat wider Erwarten auch positive Seiten: Alice lernt es, die kleinen Dinge zu schätzen, ihr Verhältnis zu ihrer Tochter bessert sich und sie genießt jeden Moment, in dem sie lebt. Sie nimmt die Krankheit an und versucht, Wege zu finden, mit ihr umzugehen. Dabei steht ihr ihre Familie stets bedingungslos zur Seite. Einen Höhepunkt, in dem sie alleine im Mittelpunkt steht und die volle Kontrolle über die Situation hat, darf Alice dann doch noch erleben: Auf einer Veranstaltung über Alzheimer hält sie eine bewegende Rede, womit sie restlos alle Zuhörer im Raum berührt. 

Oscar für Julianne Moore

Moores herausragende schauspielerische Leistung im Film wird 2015 mit einem Oscar belohnt. In ihrer Dankesrede betont sie, dass die Familie im Prozess der Krankheit Alzheimer das Wichtigste ist, ebenso wie das Gefühl, ein Zuhause zu haben. “Ich bin so glücklich, dass wir es möglich machen konnten, ein Licht auf Alzheimer zu werfen”, sagt sie. Wir können diesen Film nur jedem ans Herzen legen, und zwar aus dem Grund, weil er echt ist. Er ist authentisch und er ist wahr. Wenn wir nur lange genug leben, werden wir alle einmal in Dr. Alice Howlands Haut stecken - und dann wird uns “Still Alice” vielleicht wieder einfallen. 

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!

Euer alugha Team 

#alugha

#doitmultilingual 

 

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