Der Ruf: ohne Immunität solltest du gut darauf achten

Die Popsängerin Taylor Swift hat ihr Album Reputation veröffentlicht, auf dem sie Anspielungen auf die Geschehnisse, die ihren Ruf bedrohten, macht. Der Ruf ist das höchste “Gut”, wenn es darum geht eine Karriere aufzubauen. Die Zurschaustellung in den sozialen Medien führt dazu, dass unser digitales Image direkt auf die reale Welt übertragen wird.

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Die Popsängerin Taylor Swift hat die Veröffentlichung ihres Albums mit dem Titel Reputation (übersetzt: Ruf) veröffentlicht, auf dem sie Anspielungen auf die Geschehnisse, die ihren Ruf bedrohten, macht. Das lässt uns über die Wichtigkeit des Rufs nachdenken. 

Künstler sind daran gewöhnt sich um ihren Ruf zu kümmern, da er das wichtigste “Gut” ihrer Karriere ist. Ohne ihn wäre es nicht möglich, sich im Gespräch zu halten und die Verbannung würde drohen. 

Brasilianische Politiker, deren Ruf jeden Tag mehr beschmutzt wird, haben professionelle Marketing-Leute und - noch - Immunität, die sie vor der letzten Konsequenz, die ein schlechter Ruf (Korruption) verursachen kann, beschützt: Gefängnis. Aber außerhalb der Celebrity und Politiker Welt ist die Realität eine andere. Es ist sehr wichtig zu verstehen, was der Ruf ist, wie wichtig er ist und wie man ihn pflegt. 

Laut Robert Hogan, einer der Größten im Bereich Persönlichkeitspsychologie, gibt es zwei Persönlichkeits-Perspektiven: die Identität, die dem Blickwinkel des Akteurs entspricht - oder “das Ich, das ich glaube zu sein” (Selbstbild) -, und dem Blickwinkel des Beobachters unserer Handlungen, die den Ruf ergeben - “das ich, wie andere mich beschreiben” (Fremdbild). Im Moment der Bewertung der Handlung ist die Wahrnehmung der anderen entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg. 

Der Psychologe Tomas Chamorro-Premuzic, CEO bei Hogan Assessments, glaubt, dass Führungskräfte und Angestellte im allgemeinen, die unter hohem Leistungsdruck stehen, dazu tendieren, sich ihres Rufs bewusst zu sein. Eine Studie von Korn-Ferry kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Sie zeigte, dass Selbsterkenntnis eines der wichtigsten Kriterien für großen Erfolg ist. 

Aber die Relationen zwischen der Identität und dem Ruf liegen weit unter dem Ideal. Wenn es einen großen Unterschied zwischen dem, wie wir uns selbst sehen, gibt, und dem, was andere sehen, wird es schwer, diesen Unterschied wieder auszugleichen. 

“Unser Gehirn hat einen Standard-Mechanismus, der unangenehme Fakten filtert und sogar das kleinste Lob aufbauscht: wir sind unsere größte Propaganda-Maschine, da wir unsere Haupt-Zuschauer sind”, erklärt Chamorro. Deshalb widerstreben uns Kritiken. 

Strategische Selbsterkenntnis erlaubt uns Einblicke in die Wahrnehmung unseres Verhaltens, Einstellung und Gewohnheiten. Die Wahrnehmung und Meinung aller - von der “Tante im Café” bis hin zum Chef - trägt zum Mosaik, das unseren Ruf ergibt, bei. 

Woher wissen, was andere über dich denken?

Die Zurschaustellung in den sozialen Medien verzerrt unser Image sehr durch sofortige Feedbacks über “Likes”, Emojis und Empfehlungen über unsere Kompetenzen. Unser digitales Image betrifft direkt unseren Ruf im realen Leben. 

Dennoch sind im Arbeitsleben diese Technologien nicht notwendig. Zur Selbsterkenntnis reicht es, auf die Feedbacks der Mentoren, Führungskräfte und Angestellten zu hören und dabei Lob und Kritik herauszufiltern. Die Kollegen haben das größte Potential, unsere Karriereentwicklung zu stoppen oder zu fördern, je nach unserem Ruf. 

Hast du schon entschieden, was auf deinem “Ruf”- Album läuft?

Über den Author

Roberto Santos ist leitender Gesellschafter bei Ateliê RH und hat über 35 Jahre Erfahrung im Personalbereich. Er hat als Führungskraft in internationalen Unternehmen wie General Motors, PepsiCo, Intelig und AT & T gearbeitet. 

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Wilgen und das alguha Team!

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