Let's talk! Atilla ist unser Auge und unser Ohr in der Türkei!

Mein Name ist Atillâ Öztürk und ich komme aus Istanbul. Hier habe ich Ende 2010 eine kleine Firma gegründet und zwar als ‘zertifizierter’ IBM Businesspartner und Collaboration Solutions Provider. Und seit Neuestem arbeite ich natürlich auch noch intensiv an alugha.

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Wow, Istanbul ist ja eigentlich ganz schön weit weg. Wie bist du dann zu einem so weit entfernten Startup wie alugha gekommen? alugha-Gründer Bernd kenne ich durch seine frühere Arbeit mit dem Betriebssystem BeOS(Zeta) schon relativ lange. Nach dem Stopp von Zeta war erstmal Funkstille in der Community und Bernd widmete sich seinem YouTube-Kanal hoTodi. Eines Tages klopfte unser CEO wieder an meine Tür: die CeBit Eurasia in Istanbul stand vor der Tür, alugha war dabei - und ich war plötzlich auch mittendrin. Und nun alughae ich sozusagen verrückt mit - nur in Istanbul. Was ist deine Aufgabe bei alugha? Ich kümmere mich um die türkische Lokalisierung der Website. Anschließend ist das Backend dran - also die Cloud-Anwendung, die natürlich auch im Türkischen einwandfrei funktionieren soll. Mögliche how-tos oder content-typisches Monitoring für beispielsweise Hilfeforen stehen auch auf meiner To-Do-List. Ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit ist natürlich die Kundenakquise, um in der Türkei erfolgreich zu werden. Mit meinem know-how stehe ich außerdem in Sachen CRM, Social Collaboration-Lösungen mit Rat und Tat zur Seite. Was gefällt dir an der Arbeit? Mir gefällt natürlich Bernds Enthusiasmus und die Motivation, mit der er alugha angeht. Keine Sache ist ihm zu unwichtig. Kleine, neue Firmen gehen häufig andere Wege als alteingesessene Unternehmen, sie testen neue Kommunikationslösungen aus und haben Interesse an OpenSource-Lösungen. Dabei sehen sie nämlich auch, wie gut das alles funktioniert (oder eben auch nicht). Letztendlich stellt die Idee selbst jedoch den wichtigsten Faktor dar. Ich kann für nichts einstehen, was ich nicht wirklich verteidigen kann. Aber unser Startup ist klasse. Ich bin eigentlich immer noch sprachlos, wieso Google diese Sache nicht erfunden hat!? Warum denkst du, dass das Produkt alugha gerade für den türkischen Markt interessant sein könnte? Die Türken mögen qualitativ hochwertige Synchronisation, der Anteil englischsprachiger Einwohner ist nicht besser als in Deutschland und Untertitel sind anstrengend. Die türkische Filmindustrie produziert mehr erfolgreiche internationale Serien als alle EU-Staaten zusammen. Sie überflutet Nordafrika, den kompletten Balkan, Russland, die Ukraine, Zentralasien und den kompletten mittleren Osten mit Serien. Da viele Firmen immer mehr türkische On-Demand-Filminhalte ins Internet stellen und sogar ihren Weg als App in die SmartTV-Welt gefunden haben, macht eine effiziente Lösung wie alugha enormen Sinn. Aber auch türkische Werbeagenturen oder Medienfirmen mit Streaminginhalten haben neben der türkischen auch immer eine englische und eine arabische Version ihrer Berichterstattung. Selbst das hiesige Bildungsministerium wurde aufmerksam auf alugha: mit einem gigantischen Web-Unterrichtsangebot in verschiedenen Sprachen wird unser Tool hierfür nämlich zunehmend interessant. Multilinguale Mediatheken von Streaming-Providern werden mehr und mehr auf uns angewiesen sein, da die Datenhaltung und Archivierung von Content immer mehr wächst. Die Türkei übt zudem eine Vorbildfunktion für viele Staaten in Nordafrika, Zentralasien und dem Mittleren Osten aus. Sprich: wird hier eine Lösung zum Standard, wird sie zur Referenz für andere Staaten. 65% der Bevölkerung sind unter 35 und damit ist über die Hälfte der Bevölkerung mit PC- und Smart Devices groß geworden - bei 78 Millionen Einwohnern keine geringe Größe. Mit uns als alugha-Partner hat man immer Auge und Ohr, oder besser ein Gesicht vor Ort. Neben der optimalen geographischen Lage der Türkei als Drehscheibe zwischen Ost und West ist die Sprache der Schlüssel für die Kommunikation. Und multilinguale digitale Web - Medien, effizient und ‘grün’ verwaltet, serviert man nun mal mit alugha! Was markiert in deinem Berufsleben dein bisheriges Highlight? Meine 10-jährige Arbeit in Hamburg als System- und IBM-Domino-Administrator war auf jeden Fall ein Highlight. Dass ich als ‘broken-türkisch’-sprechender “Deutschländer” mit gerade 19 Jahren im türkischen Marmaris die gesamte handelsrechtliche Lizenzierung und Leitung unseres kleinen Familienhotels vom Vater aufgebrummt bekommen habe, war auch nicht so ganz ohne. Doch besonders stolz bin ich darauf, das ich karrieretechnisch einen Schnitt gewagt und diesen dann auch mit einem internationalen Umzug verbunden habe. Das ist wirklich etwas anderes: eine eigene Firma, in einem anderen Land. Das bedeutet auch mal 100-Stunden Wochen. Aber das ist gut so. So lange man es zumindest kann ;). Wenn du an die Zukunft denkst, wo siehst du dich und das Unternehmen in 10 Jahren? Die Idee alugha kann im Prinzip nur dann keine große Nummer werden, wenn sie torpediert wird. Ich denke, dass wir in 10 Jahren mit alugha höchstwahrscheinlich ein Bestandteil von einem der ganz großen Internet-Giganten sein werden. Ganz sicher. Wenn ein banales Photosharing-Tool wie Instagram so etwas geschafft hat - sorry, aber warum sollte alugha es dann nicht schaffen? Solange man sich auf der Seite “keep it simple, make it brighter & better” bewegt, ist alugha ‘chico’. Der letzte Punkt geht an die großen Träume, was sind die so? Ich habe drei große Wünsche: ich möchte gerne einen Underground-Club oder eine amtliche Deep House-Lounge Bar besitzen, da ich als Club-DJ hier in Istanbul am Wochenende nur im Rahmen meiner Sets bestimmen kann, was anspruchsvolle, tanzbare Mucke ist und was nicht. Dann stehen da noch ein High End Audio- und Multimediastudio und ein perfekt restauriertes Muscle Car - wie z.B. ein 70’er Ford GTO auf meiner Liste. Hach ja...

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