Steve Blank - Kundenakquise-Kosten in den digitalen Kanälen

Kunden bringen Umsatz... Aber bevor sie das tun, kosten sie Geld. Um einen Kunden zu bekommen, muss man investieren, man nennt das CAC (Customer Acquisition Cost). Für StartUps ist es sehr wichtig, diesen Wert zu kennen um darauf basierend auch die Finanzen zu planen.

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Es schaut so vielversprechend aus. Wir haben vier Werbekampagnen gestartet, unter anderem bei Google via AdWords, bei Facebook, Twitter Ads... Unser Budget betrug 10.000 Euro und unser erstes Ziel ist es, damit 500.000 User auf unsere Plattform zu ziehen. Es scheint geklappt zu haben, wir kalkulieren gleich mal: 10.000 Euro für 500.000 Besucher sind dann "nur" 2 Cent / Besucher. Von diesen Besuchern haben immerhin 10% einen Account angelegt, also 50.000, dies hat uns nun in der Tat etwas mehr gekostet, nämlich 10.000 Euro für 50.000 Accounts und somit 20 Cent / angelegtem Account. Von diesen 50.000 Accounts haben wiederum nur 0,1 % ihren Account auf alugha in einen Bezahlaccount umgewandelt, in dem Fall erst einmal nur die günstigste Variante. Wir haben also 500 Bezahlaccounts. 10.000 Euro war das Budget der Kampagne und am Ende haben wir immerhin 50 Bezahlkunden, was eine Conversation Rate von 200 Euro / Kunde ausgemacht hat.

Zunächst einmal muss man sagen, dass diese Rate gar nicht mal so schlecht ist und wir müssen hier auch fairerweise einige weitere positive Effekte einbeziehen. Unsere Plattform wurde von 500.000 Menschen besucht, wir haben also etwas für die Verbreitung unserer Marke getan. Daraufhin haben wir 50.000 Accounts erhalten, auch wenn die nichts bezahlen, haben wir sie schon mal im "Sack" und können diese auch aktiv auf unserer Plattform einbeziehen und somit die Attraktivität für zukünftige Produzenten steigern. Interessant ist, dass wir nun auch noch stetiges Einkommen über einen längeren Zeitraum erzielen, da die Bezahlkunden immerhin 39 Euro/Monat bezahlen und wir damit weitere Werbekampagnen starten können. Wichtig ist zu erkennen, dass das Investment in mehrere positive Effekte gesplittet werden kann und wir somit das Investment besser abschätzen und somit auch das Risiko etwas minimieren können. 

 

 

Wir machen das bei uns so, dass wir mehrere Anbieter nutzen um die selbe Kampagne zum selben Zeitpunkt und mit dem selben Budget zu starten. Das ziehen wir dann immer etwa eine Woche durch und vergleichen diese miteinander. Damit kann man seine Ausgaben und die Ziele optimieren und schnell erkennen, ob sich eine Kampagne auf einer Plattform auch lohnen kann. Passt sowohl die Kampagne als auch die Werbeplattform, geben wir ein größeres Budget dafür frei und überprüfen hier ständig die Performance. Dies sollte man als StartUp unbedingt beherzigen, denn Geld ist schneller leer als Kunden anbeißen.

Zwar wurde in dem Video ein digitales Produkt als Grundlage herangezogen, es funktioniert jedoch exakt auf selbem Weg auch über physische Produkte.

Dieser Artikel wurde von unserem CEO, Bernd Korz, geschrieben. Mit seiner Erfahrung als Unternehmer und Geschäftsmann, teilt er mit uns seine Sicht der Lektionen von Steve Blank. Folge unserer wöchentlichen Artikelreihe über die Lehren von Steve Blank!

Mehr Information über Steve Blank:

#alugha

#everyone's language

 

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