Flop statt Top. 5 Managementregeln, die nichts taugen

Wir alle kennen die goldenen Regeln, mit denen bereits junge Manager geimpft werden, um auf jeden Fall erfolgreich zu sein. Leider stammen die meisten dieser tollen Glaubenssätze von großen Theoretikern, die vom echten Managementleben keine Ahnung haben.

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Und weil diese Vorschriften fast nie herausragende Ergebnisse bringen, bevölkern Legionen von durchschnittlichen Managern die Welt, während großartige Exemplare Mangelware bleiben.

Wenn exzellentes Management bedeutet, Vorhaben hoch effizient mit maximaler Geschwindigkeit und in hervorragender Qualität umzusetzen, werden aus den goldenen Regeln schnell Bullshit-Ratschläge von denen sich Spitzenmanager schnellstens emanzipieren müssen.

Machen Sie Betroffene zu Beteiligten!

Was immer Sie im Management verändern oder entwickeln wollen: Beziehen Sie möglichst viele betroffene Kollegen und Mitarbeiter in die Überlegungen ein, um eine breite Basis zu haben.

Bullshit! 

Sehen Sie zu, nur wenige, dafür aber echte Überzeugungstäter im zu Boot haben, die den “Bremsern” Beine machen und die einfach machen statt quatschen.

Geben Sie feste Ziele vor!

Wenn Sie die Kosten um 10 % senken wollen, geben sie das klar vor und fordern Sie Lösungen ein, wie das erreicht werden kann.

Bullshit!

Lassen Sie Ihre Leute lieber darüber nachdenken, welche Maximaleinsparungen unter welchen Bedingungen möglich sind. Sie werden erleben, dass Ihre Mitarbeiter weit mehr als 10% rauskitzeln können. Das Problem mit Zielvorgaben ist nämlich, dass sie zwar erreicht, aber nicht überschritten werden.

Geben Sie jedem Meeting eine klare Agenda!

Setzen Sie drei Stunden an und strukturieren sie exakt, wer mit was welchen Zeitblock bekommt. So haben Sie einen klaren Ablauf und keiner kann aus der Reihe tanzen.

Bullshit!

Meetings und Workshops können immer kürzer sein. Dafür müssen Sie nur überlegen, was maßgeblich geklärt und entschieden werden muss. Geben Sie das gleich zu Anfang durch. Dann geben Sie Gas und konzentrieren sich ausschließlich darauf. Meetings brauchen keine Agenden, sondern Ergebnislisten.

Treffen Sie alle Entscheidungen im Konsens!

Nur Entscheidungen, die im Konsens getroffen werden, sind tragfähige Beschlüsse, die von allen Beteiligten umgesetzt werden.

Bullshit!

Klären Sie vor jeder Entscheidung: Who owns the decision? Haben Sie für die Frage, bestimmte Kunden wegen der Rentabilität fallenzulassen, eine Zweidrittelmehrheit festgelegt, müssen auch die Zweifler mitmachen. Einstimmigkeit verwässert nur. Danach ziehen Sie es konsequent durch. Wenn dann noch einer in der Kantine schlechte Stimmung macht, haben Sie Gesprächsbedarf.

Planen und strukturieren Sie Projekte durch!

Wenn eine CRM-Einführung oder die Eroberung eines neuen Markts beschlossen ist, entwickeln Sie einen durchgängigen Plan und setzen Sie alles daran, ihre fixen Meilensteine per Punktlandung zu treffen.

Bullshit!

Pläne erzeugen nicht Produktivität, sondern unnötige Komplexität. Statt Aktivitäten, Plänen und Meilensteinen hinterherzujagen, legen Sie besser fest, woran sie merken, dass sie dem Ergebnis wirklich nahekommen. Diese Größen verfolgen Sie, statt bequem Aktivitäten zu managen, die oft nur hilfreich, aber kaum nötig sind. Denn das macht nur busy statt productive.

Über den Autor 

Matthias Kolbusa ist Management-Berater, Sprecher, Mitglied der deutschen Vereinigung des Clubs of Rome und Autor verschiedener Bücher für Management & Strategie. Zusätzlich betreibt Matthias Kolbusa unter dem Dach der Hamburger EXECUTIVE Consulting GmbH ein internationales Netzwerk ausgewählter Top-Management-Berater. Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Linkedin veröffentlicht.

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Wilgen und das Alugha Team!

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