Let's Talk Again - Christian Stein

Noise-Cancelling sei dank ist es jetzt an meinem Arbeitsplatz nicht nur kühl, sondern auch totenstill. Als Entwickler ist es wichtig ungestört "im Tunnel" arbeiten zu können, deswegen hilft da gute Musik auf den Kopfhörern sehr.

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Wie lange bist du bei alugha?

Seit November 2014, also fast fünf Jahre mittlerweile. Erst als Masterand, dann als alughas allererster Festangestellter! Meine Position ist noch die gleiche: Ich tippe Buchstaben ein, die dann auf magische Weise, die nicht mal ich selbst manchmal verstehe, zu Code werden. Allerdings habe ich schon jedes Stockwerk und jeden Sitzplatz durch gemacht und dabei zwischen Klimaanlage, XBox, Frisbee-Driving-Range, fetter Anlage, dem besten Ausblick auf den Wasserturm und meinen Lieblingsnachbarn hin und her gewechselt.

Was machst du als erstes, wenn du morgens ins Büro kommst?

Ich trinke keinen Kaffee, das allein müsste als sensationelle Antwort eigentlich reichen. Während alle anderen zur Maschine rennen, mache ich eine kurze Runde bei meinen Liebsten vorbei und erkundige mich, wie die Lage ist. Je nachdem freut man sich dann zusammen über die neuesten guten Nachrichten, oder tröstet sich gegenseitig. Win-Win also. Währenddessen ist dann der PC hochgefahren (SSD for the win) und es kann losgehen.

Worauf freust du dich bei der Arbeit am meisten?

Eigentlich würde ich hier schreiben: Auf meine Kollegen. Das würde dem aber nicht gerecht werden, deswegen sage ich lieber: Auf meine Freunde. Nach so langer Zeit sind mir die meisten sehr ans Herz gewachsen und man lebt irgendwie auch einen Teil des Lebens der anderen mit. Was besseres kann man sich am Arbeitsplatz gar nicht wünschen. Ansonsten fühle ich mich rundum wohl, ich habe endlich einen Platz mit Klimaanlage gefunden und der wird jetzt verteidigt bis zum bitteren Ende. Die Arbeit an sich macht meistens auch Spaß, besonders wenn man kurz vor knapp noch ein Problem lösen und sich dann mit einem leckeren Mittagessen belohnen kann. Manchmal kann es allerdings auch nerven, auf den Bildschirm zu starren und das verdammte Problem einfach nicht zu finden. Genau da kommen die wertvollen Kicker-Matches ins Spiel, die nicht nur sehr unterhaltsam sind, sondern oft auch dazu führen, dass man die Lösung danach innerhalb von wenigen Minuten findet.

Welches Projekt / Aufgabe / Erlebnis hat dir im vergangenen Jahr bei alugha am meisten Spaß gemacht?

Tatsächlich ist das aktuelle Projekt "Payment" ein gutes Musterbeispiel. Auch hier sind manche Dinge nicht optimal gelaufen, das gehört dazu. Aber ansonsten hat es hervorragend geklappt, die Sachen VORHER abzusprechen, DANN zu implementieren und NACHHER noch zu korrigieren bzw. zu ergänzen. Zu sehen, dass wir uns da immer mehr eingrooven, gefällt mir sehr.

Speziell im letzten Jahr bin ich wohl am meisten stolz darauf, dass ich es geschafft habe einen jungen, motivierten, angehenden Entwickler dafür zu begeistern an meiner Hochschule Informatik zu studieren und bei alugha nebenher zu arbeiten. Mein All-Time-Favorite wird aber wahrscheinlich immer die Web Summit in Lissabon bleiben, bei der ich eine tolle Stadt kennengelernt habe, mit vielen gleichgesinnten Techies und meiner lieben Kollegin Helena surfen war und unser Produkt Tausenden von Menschen präsentieren durfte.

Was hat dich heute schon zum Lachen gebracht?

Heute?! Ich lache jeden Tag. Viel. Noch ein Grund wieso ich mich hier so wohl fühle. Meistens hat es aber tatsächlich mit meinem "brother from another mother" Steffen zu tun. Unser Chatverlauf ist Comedy-Gold. Und glücklicherweise privat. 

Kein Arbeitsplatz ist perfekt. Was würdest du gerne bei alugha verändern?

Noise-Cancelling sei dank ist es jetzt an meinem Arbeitsplatz nicht nur kühl, sondern auch totenstill. Als Entwickler ist es wichtig ungestört "im Tunnel" arbeiten zu können, deswegen hilft da gute Musik auf den Kopfhörern sehr. Alles abblocken können sie leider nicht - gell Chef? Aber was ich wohl am liebsten verbessern würde, wäre Kommunikation und Absprache. Eigentlich ist es die Regel, dass Dinge nicht zum Ende durchdacht werden und wir Entwickler sie dann nochmal von vorne anfangen dürfen, weil jemand der dafür zuständig ist, etwas vergessen bzw. nicht kommuniziert hat. Dafür wäre ich gerne früher bei der Planung dabei, um noch einmal einen anderen Blickwinkel auf die Dinge einfließen zu lassen. Allerdings sind wir auf einem guten Weg, wie ich schon beim "Payment" gesagt habe, wir grooven uns ein, das gefällt mir sehr. Wenn ich irgendwann noch ein Bällebad bekomme, bin ich der glücklichste Mitarbeiter.

Hast du eine neue Seite an dir entdeckt?

Ich habe jeden Tag mehr das Gefühl, dass ich gerne mehr Verantwortung übernehmen und auch Entscheidungen treffen möchte. Wirklich "neu" ist das allerdings nicht. Ich wusste schon immer, dass ich gute Ideen habe und gut darin bin, Kompromisse zu finden. Aber durch alugha werde ich regelmäßig daran erinnert. Ach ja, und ich bin scheinbar ganz gut im Tisch-Kickern.

In wie weit hat dich das internationale Team beeinflusst?

Ich bin der Ansicht, dass man nirgendwo so viel lernt wie auf Reisen. Man kann sich unfassbar viel von anderen Menschen und Kulturen abschauen und es entweder besser machen, oder schätzen lernen, wie gut man es eigentlich zuhause hat. Dass diese vielen verschiedenen Menschen mit einem "zuhause" zusammen arbeiten, macht das Ganze natürlich sehr komfortabel. Von der Sprache mal abgesehen, lernt man auch verschiedene Ansichten und Traditionen kennen, hochinteressant. Am interessantesten ist aber, dass die sprachliche und kulturelle Barriere kein Hindernis, sondern ein Vorteil ist. Die Zusammenarbeit profitiert enorm davon, dass jeder seine Erfahrungen einbringen kann und mit einem bunten Haufen arbeitet man gleich viel lieber zusammen. Und ich kann auf vielen Sprachen "Danke" sagen, also thank you, gracias, merci, shokran, spasibo, dank u wel und obrigado, dass ich so viel von euch lernen durfte!

Welcher Herausforderung musstest du dich stellen?

Die größte Herausforderung ist es manchmal Dinge einfach zu akzeptieren anstatt sie zu hinterfragen. Das ist nicht einfach, erspart aber oft unnötige Diskussionen bei denen der Gegenüber sowieso nicht versteht worum es geht. 

Was ist dein persönlicher großer Traum?

Ich hatte während meines Auslandssemesters in New Jersey die beste Zeit meines Lebens und träume davon, irgendwann wieder für längere Zeit dort zu wohnen und zu arbeiten. Falls nicht, würde ich mich auch mit einem anderen Ort zufrieden geben (Madeira?). Hauptsache mal für längere Zeit raus aus Deutschland und noch mehr Erfahrungen sammeln. Langfristig zieht es mich aber glaube ich wieder zurück zu meiner Familie, meinen Freunden und dem deutschen Brot.

Wenn ich bis dahin auf eine erfolgreiche Karriere und ein etabliertes Produkt bei alugha zurückblicken kann, wäre das natürlich umso schöner.

Was ist dein Rat an einen neuen alughaner?

Verstell dich nicht (wir merken das sowieso), geh zum Lachen nicht in den Keller, sondern ins Entwicklerbüro und fülle gefälligst den Kühlschrank auf, wenn du dir was raus genommen hast!

 

#alugha

#multilingual

#everyoneslanguage

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