Steve Blank - StartUps: Unternehmen und wie 1602 alles begann

Das 16. Jahrhundert war nicht nur durch den Aufbruch nach Amerika geprägt. Den wichtigsten Grundstein des heutigen Unternehmertums legte 1602 die Niederländische Ostindien Company, indem sie das erste Unternehmen gründete, das mit heutigen Maßstäben vergleichbar ist.

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Das Besondere daran war, dass es den heutigen Unternehmensstrukturen und Aktionären ähnelte. Nachdem 1850 der Zugverkehr in den USA populär wurde, musste eine bessere Organisation her. Gerade einmal acht Jahre danach, im Jahre 1858, wurde das erste bekannte Organigramm erstellt, welches sich mit dem Thema Unternehmensstruktur auseinandersetzte.

Schlussendlich hatte der richtige Durchbruch auch mit der Tatsache zu tun, dass Lehrende im Jahre 1908 erkannten, dass diese Themen sehr wichtig für die weitere (wirtschaftliche) Zukunft des Landes sind und damit begannen, Unterrichtskurse darauf auszulegen. Besonders in den USA begann ein Wandel von der lokalen über die regionale hin zur internationalen Wirtschaft. Harvard erkannte all dies und machte sich viele Gedanken um die weitere Zukunft. Es begann damit, den Unterricht immer weiter zu spezifizieren und darauf auszulegen. Der MBA (Master of Business Administration) war geboren. Das Interesse war da und so dauerte es nur zwei Jahre, bis die ersten MBA Absolventen das goldene Jahrhundert mit all dem neu erlangten Wissen einleiteten.

Was ist jedoch ein MBA genau? Das Studium soll die kommenden (Top) Manager darauf vorbereiten, ein Unternehmen wachsen zu lassen, und es während der ständigen Wachstumsphase immer richtig analysieren und steuern zu können. Sie erlangen Wissen in Themen wie Buchhaltung, Strategie, Wachstum, Führungsstile, Organisationsverhalten, Personalverhalten und Management.

Man möchte nun glauben, dass mit dem Abschluss alles Wissen vorhanden ist, um ein neues Unternehmen (ein StartUp) zu starten. Die Realität sieht jedoch eher so aus, dass die Mechanismen und Abläufe sehr unterschiedlich zwischen beiden Unternehmensphasen (StartUp vs. Konzern) sein können.

Ab einem gewissen Punkt im Wachstum eines StartUps ist es also sehr sinnvoll und ratsam (nach 2-3 Jahren), sich Hilfe durch einen MBA Absolventen ins Haus zu holen. Die Transformation ist nicht so einfach und kann auch nachhaltigen Schaden hinterlassen. Das Hauptproblem findet oft in den Köpfen statt. So wird noch immer (und das trotz 100 Jahre Geschichte/Erfahrung) davon ausgegangen, dass StartUps im Grunde die kleine Form von Unternehmen sind.

Dieser Artikel wurde von unserem CEO, Bernd Korz, geschrieben. Mit seiner Erfahrung als Unternehmer und Geschäftsmann, teilt er mit uns seine Sicht der Lektionen von Steve Blank. Folge unserer wöchentlichen Artikelreihe über die Lehren von Steve Blank!

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