Steve Blank - Kundengruppen

Deine Kunden existieren nicht um bei dir zu kaufen, du existierst für sie und wegen ihnen! Präge dir dieses Konzept ein!

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All zu oft höre ich von anderen StartUps, dass sie etwas machen, was die Kunden brauchen und sie daher auch auf sie zukämen. Ist dies wirklich der Fall? Machen wir etwas und der Kunde kommt dann? Ist es nicht eher so, dass wir etwas machen WEIL es Kunden gibt und nicht die Kunden für uns, sondern wir für die Kunden existieren? Um also nicht an den Bedürfnissen von Kunden vorbei zu entwickeln, dadurch (sehr) viel Geld zu verbrennen und zwangsweise am Ende noch die Existenz zu bedrohen ist es von großer Wichtigkeit, genau zu wissen, was die Kunden wirklich suchen und warum sie dein StartUp auswählen sollten.

Wie machst du das am besten? Gehe nach draußen, frag potentielle Kunden, Nutzer, Kunden der Konkurrenz, was und wonach suchen sie, warum nutzen sie Produkt A von Firma B? Was gefällt ihnen daran, was stört sie bzw. fehlt ihnen. Je mehr Fragen du stellst und beantwortet bekommst, desto eher lernst du DEINEN perfekten Kunden kennen. Und umso weniger Zeit und Geld steckst du in eine möglicherweise unnötige Entwicklung.

 

Es kann dir auch passieren, dass du mehr als nur einen Musterkunden hast, es ist sogar eher die Regel, dass du zwei oder gar drei davon in Betracht ziehen kannst. Dabei ist es sehr wichtig, dass du verstehst worauf es ankommt. Sei dir dabei bewusst, dass du ein StartUp mit wenig bis keiner Erfahrung bist und dass du hier und da sicherlich die Bedürfnisse falsch interpretiert hast. Das mag ärgerlich sein aber daraus wird nicht gleich dein Untergang besiegelt. Du bist klein und flexibel und das ist deine Stärke, du hast die Möglichkeit - die du auch unbedingt nutzen musst - dein Produkt ständig zu optimieren und anzupassen. Sobald du das Gefühl hast, dass es wichtige und relevante Veränderungen gibt, reflektiere deine Musterkunden auf ein neues. Wenn du diesen Zyklus aufmerksam verfolgst, wirst du dir viel Zeit, Geld und Ärger ersparen und es gibt doch nichts cooleres, als Kunden zu haben, die das Produkt mögen.

Hier noch ein ganz persönlicher Tipp. Wir haben bei alugha Kunden, die unser Produkt kostenlos und in einer schon recht frühen Phase nutzen dürfen. Wir schließen hier strategische Kooperationen ab und bekommen dadurch sehr valides Feedback. Diese Kunden wissen sehr wohl, dass wir uns in einer Alpha- oder frühen Betaphase befinden und dass die Entwicklung in Richtung Endprodukt noch starken Änderungen unterliegen kann. Oftmals sind dies die Kunden, die am Ende ein Produkt bekommen, das sich für sie wie maßgeschneidert für ihre Bedürfnisse anfühlt und sie werden dann auch sehr gerne zu Bezahlkunden und/oder wichtigen strategischen Partnern.

Dieser Artikel wurde von unserem CEO, Bernd Korz, geschrieben. Mit seiner Erfahrung als Unternehmer und Geschäftsmann, teilt er mit uns seine Sicht der Lektionen von Steve Blank. Folge unserer wöchentlichen Artikelreihe über die Lehren von Steve Blank!

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#everyone's language

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