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Fueling with Fire: Globale/Transatlantische Verkettung

Veranstaltungsmitschnitt Klimaschädliche LNG-Förderung in Kanada mithilfe deutscher Finanzgarantien Deutschland hat nun endlich den Kohleausstieg für 2038 beschlossen – viel zu spät, wie Klimaaktivist*innen kritisieren. Gleichzeitig wird jedoch genau dieser verspätete und unzulängliche Kohleausstieg dazu zum Anlass genommen, eine neue Ära des fossilen Gases zu verkünden. Dies passiert in einer Zeit, in der wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass Erdgas - insbesondere mittels der Fracking-Methode gewonnen - massiv zur globalen Erwärmung beiträgt und mittlerweile klar ist, dass wir nur noch maximal 10 - 30 Jahre haben, um die schlimmste Klimakatastrophe zu verhindern. Dennoch unterstützt die deutsche Bundesregierung die russische Nord Stream 2 Pipeline und fördert gleichzeitig den Bau von Import-Terminals für Fracking-Gas-im Norden Deutschlands. Zudem sorgt dieselbe Bundesregierung durch Kreditgarantien für den Ausbau von Gasinfrastruktur in Form von Flüssigerdgasterminals (engl. LNG “Liquefied Natural Gas”) im Ausland, z.B. in Kanada. Das kanadische Unternehmen Pieridae Energy möchte das LNG-Exportterminal Goldboro in Nova Scotia realisieren und hat in dem Zusammenhang bereits 2013 einen 20jährigen Liefervertrag mit dem an der russischen Pipeline Nord Stream 2 und dem LNG Terminal Wilhelmshaven beteiligten Unternehmen Uniper unterschrieben. Abgesehen davon, dass Pieridae wahrscheinlich auf Fracking-Gas aus Kanada und den USA angewiesen sein wird, um das Terminal mit den vertraglich zugesicherten Mengen an Gas füttern zu können, steht das Projekt finanziell seit nunmehr 7 Jahren auf eher wackeligen Füßen. Der kanadische Investor ist dringend auf eine Kreditabsicherung seitens der deutschen Bundesregierung angewiesen und hat für die Überzeugungsarbeit sogar eine Tochter der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau engagiert. Dieses online-Seminar bietet vor allem den kanadischen Aktivist*innen die Gelegenheit, einem größeren internationalen Publikum lokale Perspektiven und regionale Auswirkungen des Projektes darzulegen. Darüber hinaus sollen die Beiträge verdeutlichen, dass das finanziell hoch riskante Projekt auf Fracking-Gas aus den USA und Kanada angewiesen ist und zudem ohne deutsche Unterstützung in Form einer Kreditgarantie seitens der Bundesregierung gar nicht verwirklicht werden kann. Die Diskussion wird u.a. die Frage aufgreifen, ob der Bau neuer Infrastruktur für fossile Energieträger mit einer Reduzierung der Erdgasnutzung im Sinne der Klimaziele vereinbar ist und welche Rolle die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau bei der Finanzierung solcher Projekte spielt. Mit: Andy Gheorghiu, Food and Water Action Europe Regine Richter, Urgewald Constantin Zerger, Deutsche Umwelthilfe Aktivist*innen aus Kanada Moderation: Nadine Bethge, Deutsche Umwelthilfe

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