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Die Wiederkehr der Dialekte

Dialekte sind wieder in und werden in verschiedenen Kulturbereichen angewendet.

Lest diesen Artikel auch auf Schwäbisch!

Der Stellenwert des Dialekts gewinnt immer mehr an Bedeutung. So dass der Dialekt nicht nur gesprochen, sondern auch geschrieben wird. Straßenschilder, Comics, Bücher und Unterricht sind hier Exempel. In Theater und Fernsehen wird er interpretiert und in der Musikszene wird er von ganz vielen Bands in Deutschland und Österreich gesungen. 

Deutschland hat 53 Mundarten, die in Friesisches, Niederdeutsches, Mitteldeutsches und Oberdeutsches Sprachgebiet geteilt sind. Der Dialekt ist das ursprüngliche Deutsch. Jedes Dorf hatte seinen eigenen und obwohl es Unterschiede gab, konnte man sich untereinander verstehen. Doch irgendwann hat sich diese Mundart im Laufe der Jahre so entwickelt, dass sich zwei Dörfer kaum mehr verständigen konnten. Als es Bedarf zur Verständigung gab, wurde eine gemeinsame Hochsprache erschaffen.

Vor einigen Jahren hat man sich geschämt, Dialekt zu sprechen und wer das tat, galt als ungebildet. Aber heutzutage ist Dialekt wieder angesagt und wird in allen sozialen Schichten gesprochen und in unterschiedlichen Kulturbereichen angewendet. 

Im Gegensatz zu den letzten Jahrzehnten sehen heute immer mehr Lehrkräfte die Dialekte als Bereicherung für Schule und Unterricht. In Hamburg und Bayern wird der Dialekt gefördert und steht sogar auf dem Plan der Grundschulen. 

In der ganzen Bundesrepublik sind Wegweiser mit gedruckten Mundarten verteilt. In der Pfalz sieht man oft Straßenschilder auf Pfälzisch, wie „Aller dann”, was auf Hochdeutsch „Also dann, bis später” bedeutet. 

Nicht selten sind auch Wörterbücher und Online-Dienste, die deutschen Text nicht in Fremdsprachen, sondern in Dialekte übersetzen. Bücher wie "Dampfnudelblues" oder "Winterkartoffelknödel" sind längst Bestseller in Deutschland. 

In Bayern bilden Theaterleute junge Schauspieler im Bayrischen aus und seit Januar ist der Radio-Tatort, das Hörspiel, zu hören, in dem die Kommissare einen noch stärkeren Dialekt sprechen als die Kommissare im Fernsehen. 

Die Mundart-Ausgaben von Asterix enthalten 76 Übersetzungen der Comic-Serie in 33 Dialekten des deutschen Sprachraumes. So ist die Übersetzung von „Die goldene Sichel“ auf Mainfränkisch „Asterix un di Wengert-Scheer“ oder „Die Trabantenstadt“ auf Berlinerisch „Die Platte Jottweedee“. 

In der Musikbranche wird in bayrischer Mundart erfolgreich gesungen. In ganz Bayern sind Bands wie "Kellerkommando", "Wassd scho? Bassd scho!", "Los Dos y Compañeros", "Fuadadeimuada", "Ziehgäuner", "Die Bayerischen Löwen", "Da Huawa, Da Meier und i", "Doppel D", "Irxn", "Losamol", "Kofelgschroa", "Keller Steff", "LaBrassBanda" und "Django 3000" längst erfolgreich. Aber klingt es gut, wenn die Bands in ihrer Mundart singen? Das muss man selber hören! 

Wilgen und euer alugha-Team

#alugha

#doitmultilingual