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Warum stehen Frauen durch eine skeptische Haltung ihrer Karriere im Weg?

Frauen haben heutzutage so viele Chancen wie noch nie zuvor, aber wann ist eine Frau eine angesehene und erfolgreiche Frau in unserer Gesellschaft? Sind die Vorstellungen wirklich realistisch oder sind sie eher eine Belastung?

Frauen bewerten sich im Berufsleben zu kritisch – das bestätigt die Studie „Frauen sind zu selbstkritisch“. Die Ergebnisse zeigen: Frauen bewerten ihre Stärken selbst weit niedriger als ihr direktes Umfeld diese einschätzt. Die Studie bestätigt damit den seit Langem kritisierten Gender-Gap in Bezug auf die Selbsteinschätzung beruflicher Leistungen von Frauen.

Um herauszufinden, warum die Frauen so reagieren und was sie dagegen machen können, haben wir mit dem Businesscoach der Innovation Mensch Beratung, Britta-Kristin Beyer, gesprochen. Die Expertin erklärt, dass Frauen sich tatsächlich in ein gesellschaftliches, soziales Korsett zwängen.

Durch die vielzähligen heutigen Möglichkeiten und die mediale Präsenz entsteht oft ein unnatürliches Bild einer „Superfrau“, die es in der Realität so niemals gibt. Dieses Bild verunsichert viele Frauen. Sie wollen ihm gerecht werden und entfernen sich dabei immer mehr von sich selbst, statt mehr auf die eigenen Gefühle und Intuitionen zu hören. 

Die Schere zwischen Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung geht immer mehr auseinander. Die Selbstkritik scheint unbegründet. Frauen werden von ihrem direkten Umfeld, zum Beispiel von Kollegen und Vorgesetzten, positiv wahrgenommen. Der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung ist bei ihnen um rund ein Drittel höher als bei Männern. Auch ihre tatsächlichen Kompetenzen sind in der oben genannten Studie deutlich höher, als sie diese selbst einschätzen.

Aufgrund ihrer skeptischen Haltung stehen Frauen ihrer Karriere im Weg. Wenn sich Chancen ergeben handeln sie oft zögerlich, denken zu lange darüber nach, ob ihre Qualifikationen ausreichen, ob sie genügend Erfahrung haben und gut genug für die Stelle sind. Männer dagegen sind pragmatischer, sie machen einfach. Ganz nach dem Motto: „Fake it, til you make it“. Sie machen es einfach und entwickeln sich einfach während des Prozesses. „Learning by doing“. Mit der Einstellung: „Der Weg ist das Ziel“ und “ich werde das Kind schon schaukeln”. 

Frauen haben heutzutage so viel Chancen wie noch nie zuvor, aber wann ist eine Frau eine angesehene und erfolgreiche Frau in unserer Gesellschaft? Sind die Vorstellungen wirklich realistisch oder sind Sie eher eine Belastung? Zu hohe Ansprüche an sich selbst führen zu Überforderung und zur distanzierten Wahrnehmung der eigenen Qualitäten. Sich selbst treu zu bleiben, unbeirrt davon ,was das Umfeld ausstrahlt, wäre ein erster großer Schritt. 

Wie können Frauen ihre eigene Einstellung ändern?

  • Sich ganz klar frei machen von der künstlich erschaffenen Erwartungshaltung, der „SUPERFRAU“ die alles mühelos in sich vereint. Familie + Karriere +Liebhaberin ++++++(Das ist Quatsch und klappt in den meisten Fällen nicht).
  • Mehr auf sich selbst und auf die wirklichen Bedürfnisse konzentrieren, um dann eine bewusste Entscheidung zu treffen, wo es hingehen soll. Was ist mir wirklich wichtig im Leben? Wo will ich wirklich hin, statt es immer allen anderen Recht zu machen und dabei selbst auf der Strecke zu bleiben. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. 
  • Sich die Frage beantworten, welche Rolle will ich wirklich in meinem Leben annehmen und diese dann 100% authentisch zu leben. Klarheit zu finden und zu der Entscheidung zu stehen. Immer wieder aufs Neue.
  • Frecher und mutiger lernen Forderungen zu stellen, die eigenen Bedürfnisse ganz klar auch im Unternehmen zu kommunizieren. Genauso in der Familie und im privaten Umfeld. Mal NEIN zu sagen und sich deswegen nicht gleich schlecht zu fühlen, ist absolut in Ordnung. Auch sollte mal etwas riskiert werden, schließlich gibt das dem Leben die Würze und wer nicht wagt der nicht gewinnt.
  • Lernen, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten besser zu verkaufen und auch mal, was das angeht, auf den Putz zu hauen. Zu pokern und auch mal entgegen der eigenen Natur, mit den eigenen Erfolgen, anzugeben und zu prahlen.
  • Sich selbst mit den eigenen Grenzen auseinander zu setzen, sie zu kommunizieren und sie auch in Alltagssituationen aus Respekt zu sich selbst zu ziehen!
  • Frauen sollten sich untereinander stärker verbinden und unterstützen. Mehr Netzwerke, das können wir von den Männern lernen.
  • Ich empfehle meinen Klienten immer eine sogenannte Heldinnen Tafel zu machen, auf die alle Erfolge aufgeschrieben werden, die Kleinen und Großen. Damit wir uns vor Augen halten, was wir schon alles geschafft haben, wieviel wir jeden Tag leisten und dann, jetzt kommt der wichtigste Part, und uns dafür anerkennen, loben, belohnen. Schaffen wir es uns selbst dafür anzuerkennen, wird es uns auch leichter fallen, Lob anzunehmen und auch zu fühlen!

Ein Selbstbild zu schaffen, in dem eine Frau darauf stolz ist eine Frau zu sein, und ihre weiblichen Vorteile auch bewusst für die eigene Karriere einsetzt, statt es als Nachteil zu sehen, eine Frau zu sein. Wir Frauen haben viele Qualitäten, die die Geschäftswelt braucht und nach vorne bringt.

Frauen müssen ihre Neigung zum Perfektionismus und andere Hindernisse beiseite legen und von vorn anfangen! Der Unterschied liegt einfach in dem „sich selbst“ verkaufen und frecher, mutiger die eigenen Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen. Klar fällt dann die Entscheidung eher auf die Person, die mehr Selbstsicherheit und Souveränität ausstrahlt. „Diese Ausstrahlung kann sich aber jeder aneignen, wenn er an sich selbst arbeitet,“ betont Kristin Beyer. 

Ich hoffe es hat euch gefallen! Anregungen, Vorschläge kannst du in den Kommentaren posten. Gastbeiträge können an gastbeitrag@alugha.com gesendet werden! Vielen Dank fürs Lesen!

Wilgen und das alugha Team

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