Dolby-Evolution: Der Weg zu Dolby Atmos

Dolbys steiler Weg in den räumlichen Gehör-Himmel!

Dolby - für jeden audiophilen Menschen unverzichtbar. 1965 in London gegründet und später in die USA verlagert, gilt Dolby seit mittlerweile einem halben Jahrhundert als Garant für äußerst hohe Sound-Qualität. Aus der Filmtechnik ist Dolby heutzutage nicht mehr wegzudenken. Besonders die hochwertigen Mehrkanal-Tonsysteme spielen sowohl im Kino als auch in den eigenen vier Wänden eine Hauptrolle und tragen wesentlich zum Erlebnis bei. Ob 5, 7 oder 128 Kanäle, jeder Heimkino-Fan kommt an Dolby Digital nicht mehr vorbei. Doch was ist nun genau der Unterschied zwischen den Erweiterungen 5.1, 7.1 und Atmos? Und sind diese Unterschiede gravierend? 

Dolby Digital und Dolby 5.1

Dolby Digital wurde erstmals 1992 vom Kinofilm Batmans Rückkehr unterstützt. 1995 wurde es dann ein mögliches Audioformat auf DVDs. Die grundlegendste Änderung im Vergleich zum Mono- oder Stereo-Ton, welche maximal zwei Kanäle unterstützen - nämlich rechts und links - ist die Erweiterung auf bis zu sechs mögliche Kanäle. Diese sind folgendermaßen aufgeteilt:

  • Vorne links und rechts
  • Hinten links und rechts
  • Mitte (Center)

Des Weiteren wird ein Kanal für Tiefton-Effekte verwendet, die mit Hilfe eines Subwoofers wiedergegeben werden. Die fünf Hochtöner (5) und der Tiefton (.1) stehen dabei für die Bezeichnung 5.1. Dadurch ist es möglich, den Ton nicht nur “von vorne”, sondern im ganzen Raum wahrzunehmen. Beispielsweise können so Verfolgungsjagden oder atmosphärische Umgebungsgeräusche wie Vogelgezwitscher viel detailgetreuer und realistischer gehört werden.

Dolby 7.1

Durch die Weiterentwicklung von Speichermedien waren auch Verbesserungen des Dolby-Standards möglich. Der erweiterte Speicherplatz von Blu-Rays ermöglichte die Erhöhung der Hauptkanäle auf acht diskrete Kanäle. Somit konnte Dolby 7.1 für eine noch präzisere Darstellung von atmosphärischer Klangkulisse sorgen. Während bei Dolby 5.1 nur zwischen vorderen und hinteren Kanälen unterschieden wurde, war somit auch die Positionierung der Kanäle neben dem Zuschauer möglich. Dies bewirkte die bis dahin am besten umgesetzte klangliche Immersion. Außerdem gab es somit kaum noch “klangliche Löcher” und der Gesamtschallpegel wurde erhöht. Apropos: Der erste mit Dolby 7.1 ausgestrahlte Film war Toy Story 3 von Disney und Pixar.

Dolby Atmos

Nun bewegen wir uns auf höchst professionellem Klang-Terrain. 2012 erstmals verwendet im Film Merida - Legende der Highlands von Pixar, bietet Dolby Atmos eine theoretisch unbegrenzte Anzahl an Tonspuren. Theoretisch deswegen, weil die erste Generation der Hardware, die Dolby Atmos unterstützt, bis zu 128 Tonspuren und 64 separate Ausgangssignale unterstützt. Hat man also eine solche Anzahl an verschiedenen Lautsprechern, kann man jedem einzelnen dieser Lautsprecher ein individuelles Signal zur Verfügung stellen. Das wiederum führt zu einer bisher unerreichten Detailtreue, um zum Beispiel sich bewegende Objekte soundtechnisch lokalisieren zu können. Dolby Atmos ist abwärtskompatibel zu 5.1 und 7.1, indem mehrere Lautsprecher den gleichen Ton abstrahlen. Als erstes konnte man diese Technik im Dolby Theatre in Hollywood, Kalifornien, bestaunen. Im Laufe der folgenden Jahre wurden weltweit immer mehr Kinos mit Dolby Atmos aufgerüstet, seit September 2014 gibt es sogar eine Dolby Atmos Tonspur auf der Blu-Ray des Films Transformers: Ära des Untergangs, womit Dolby Atmos mittlerweile auch im Heimkino-Bereich angekommen ist.

Auch wir bei alugha bieten euch, anders als viele Videoportale, eine exzellente Soundqualität an! In unserem Beitragsvideo, dem Kurzfilm Berndout, könnt ihr euch davon überzeugen! Schaut euch die Reise von Bernd und dem Alien in Dolby 7.1 an!

Also dann: Auf ins Dolby-All, ihr werdet den Unterschied hören!

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