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La La Land - Filmrezension

Ein amerikanischer Musicalfilm der Neuzeit feiert riesige Erfolge!

Ryan Gosling, Emma Stone und ganz viel Melodie. Heute geht es um den Film, der momentan sämtliche Preise aller Filmfestivals abräumt. Ein Film, der zwar in Hollywood produziert wurde, nicht jedoch typisch Hollywood ist! Mit Talent, Gesang und Musik wird der Zuschauer dabei mit ins La La Land entführt. 

1900 ist so 2016 

Seit der Erfindung des Jazz um 1900 ist sein Klang aus der Geschichte der Musik nicht mehr wegzudenken. Jazz überdauerte Generationen, Epochen und Kriege - und zwei Jahrhundertwenden. La La Land zollt diesem Musikstil Tribut, indem der Film dem klassischen Jazz eine der Hauptrollen gibt. Produziert wurde in den USA, genauer gesagt in Los Angeles (LA), was auch dem Titel des Films zu entnehmen ist. Seit 2016 ist die US-Produktion in den Kinos, im Januar 2017 feierte der Film in Deutschland Premiere. 

Liebe unter Künstlern 

In Los Angeles treffen sich zwei Künstler, die vom großen Erfolg weit entfernt sind. Die Geschichte von Mia (Emma Stone) und Seb (Ryan Gosling) beginnt im Winter und erzählt vier Jahreszeiten ihres gemeinsamen Lebens. Seb ist Jazzpianist, der den aussterbenden Musikstil dem Publikum des 21. Jahrhunderts wieder näherbringen will. Allerdings muss er sich mit Nebenjobs durchboxen, da der große Durchbruch bislang ausbleibt. Mia hat ebenfalls einen Traum: Sie will Schauspielerin werden. Während sie, mit mäßigem Erfolg, von Casting zu Casting hetzt, stellt ihr Job in einem Café ihre tatsächliche Realität dar. Die Beziehung, die sich zwischen Mia und Seb entwickelt, basiert auf einer Begegnung in einem Lokal, in dem Seb gespielt hat und kurz zuvor gefeuert wurde. Nach diesem ersten Aufeinandertreffen, bei dem Seb Mia jedoch keines Blickes würdigt, sehen sie sich durch Zufälle wieder. Nach mehreren Dates knistert es jedoch gewaltig und Mia und Seb werden ein Paar, das sich in guten wie in schlechten Zeiten gegenseitig unterstützt. Als sie eines Abends ausgehen, treffen sie Sebs alten Schulkameraden Keith (John Legend) wieder, der Seb ein Angebot als Keyboarder in seiner Band macht. Seb nimmt dieses an und schon beginnt der stressige Alltag auf Tour. Nach einem Konzert stellt Mia enttäuscht fest, dass der Seb, den sie kennt, diese Musik eigentlich gar nicht mag und die beiden beginnen, sich mehr und mehr voneinander zu distanzieren. Während Seb wochenlang unterwegs ist, arbeitet Mia an ihrer One-Woman-Show. Bei einem gemeinsamen Abendessen kommt es dann schließlich vorerst zum Bruch zwischen den beiden. 

Wir sagen:

Der Film arbeitet viel mit imaginären “Was wäre, wenn”-Szenarien, die durch Sebs Klavierspielen eingeleitet werden. Die Szenarien, die nicht stattfindende Alternativen zeigen, können den Zuschauer einerseits verwirren, zeigen ihm aber andererseits die Veränderungen in Sebs und Mias Leben. Dieses Auf und Ab wäre in Dialogen schwierig und nur mit großem Zeitaufwand realisierbar. 

Wir sind der Meinung, dass La La Land teilweise zu viel mit Klischees arbeitet. Vor allem das entscheidende Date von Mia und Seb ist vollständig unrealistisch. Die Dialoge im Film sind eher schwächer und teilweise sehr reduziert. Da wir nicht spoilern wollen, werfen wir hier zumindest die Frage in den Raum, ob das Ende des Films als Happy End bezeichnet werden kann. 

Das große, große Plus des Films ist die Tatsache, dass Stone und Gosling alle Szenen selbst tanzen, singen und spielen - was eine absolute Meisterleistung ist. In einer Szene, die relativ am Ende des Films stattfindet und in der Mia ein Vorsprechen hat, zeigt Emma Stone, dass sie auch in schwierigen Kompositionen glänzen kann. Die beiden tanzen miteinander und vor allem zusammen, ebenso verhält es sich, wenn sie gemeinsam vor dem Klavier sitzen. Gosling hat übrigens jedes Stück, das im Film gezeigt wird, selbst gespielt! Im Vergleich zu den eher schwachen Dialogen zeigt der Film starke und sprechende Bilder. Ebenfalls wird exzellent mit Stille gearbeitet, wodurch oftmals viel mehr gesagt wird, als mit Worten. 

Argumente fürs Anschauen gibt es allemal: La La Land verbucht 7 Golden Globes, letzte Woche hat Emma Stone für ihre Darbietung außerdem einen SAG Award mit nach Hause genommen. Für die Oscars wurde La La Land sage und schreibe 14 Mal nominiert: Das ist Rekord! 

Unser Tipp: Auf jeden Fall auf Englisch anschauen und keinen typischen Hollywood-Film erwarten, sondern einfach mit ins La La Land eintauchen! 

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