Ein Selbstportrait

Es ist an der Zeit, dass alugha wieder regelmäßiger seine Mitarbeitenden vorstellt. Heute geht es um das Gesicht hinter dem Blog. Wie Lisa Marie aussieht, ist bekannt. Im Selbstportrait erfahrt ihr aber deutlich mehr zur Person.

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Ein Selbstportrait

Hallo zusammen,

Ich heiße Lisa Marie und bin das Gesicht hinter dem Blog. Heute wage ich mich an ein Selbstportrait. Geboren bin ich in den 1990ern und bin tatsächlich gar nicht so weit weg von Mannheim aufgewachsen. Vier Leidenschaften zogen sich durch mein Leben: Kleider, Musik (eigentlich wollte ich Sängerin werden), Theater und Sprachen. Nach meinem Abitur am Deutsch-Französischen Gymnasium Freiburg und dem gescheiterten Versuch Schauspiel oder Gesang zu studieren, entschied ich mich schließlich für ein Linguistik-Studium an einer Universität an einem großen See in Süddeutschland. Der Bachelor dort ist sehr allgemein gehalten. Unter anderem gab es in diesem Studiengang ein recht großes Modul namens „Sprachpraxis“. Innerhalb dieses Moduls mussten Sprachkurse belegt werden. Welche, waren weitestgehend egal. Die Universität Konstanz ist recht klein. Ergo, die Auswahl ist kleiner als an anderen Universitäten. Dennoch probierte ich mich aus und lernte unter anderem Baskisch. Von der baskischen Sprache hatte ich bereits vor dem Studium gehört, wusste aber nicht wirklich, was mich erwartet. Im Endeffekt entschied ich mich dazu, meine Bachelorarbeit über ein Thema zu schreiben, das mit dem Baskischen zu tun hat. Dazu hatte ich auch die Chance mit einem DAAD-Stipendium nach Bayonne zu reisen und dort eine kleine Studie durchzuführen. Baskisch kann man in Deutschland nur an sehr wenigen Universitäten lernen und da ich es gerne weitermachen wollte und mit dem betreuenden Professor so gut klar kam, entschied ich mich meinen Master ebenfalls in dieser schönen, aber sündhaft teuren Stadt am See zu absolvieren. Die Universität bietet tatsächlich verschiedene sprachwissenschaftliche Masterstudiengänge an.

Die letzte meiner Art

Einer dieser Masterstudiengänge hieß „Sprachwissenschaft mit romanistischem Schwerpunkt“, mit dem ich mich letztlich am ehesten identifizieren konnte. Das Baskische läuft in Konstanz nämlich über die Romanistik, da es auf romanischsprachigem Territorium gesprochen wird. Baskisch ist natürlich keine romanische Sprache. Auch sehe ich mich nicht unbedingt als „klassische“ Romanistin, aber dazu gleich mehr. Ich schrieb mich also in jenen Masterstudiengang ein. Da die Uni später die Masterstudiengänge etwas umstrukturierte, lief dieser Studiengang in der Form, in der ich ihn noch studierte, aus. Ich war im Endeffekt die letzte, die noch in diesen Master eingeschrieben war. Nach meinem Studium legte ich eine kurze Gedenkminute für diesen Studiengang ein. Während meiner Masterstudienzeit war ich zudem Hiwi und beschäftigte mich mit Paralleltextforschung und arbeitete außerdem als Lehrerin für Französisch und Deutsch als Fremdsprache an einer Sprachschule.

Ladino kerido

Schon immer interessierte ich mich für jüdische und für semitische Sprachen. So entscheid ich mich während meines Masterstudiums dazu mich weniger mit dem Baskischen, sondern mehr mit dem Judenspanischen zu beschäftigen. Das war einfach eine Eingebung. Ich wollte das unbedingt. Ich wollte unbedingt ein kleines Rädchen sein, das einen kleinen Teil zum Erhalt dieser faszinierenden Sprache und Kultur beiträgt.

Wie ich nun das Gesicht hinter dem Blog wurde

Private Umstände führten meine Familie und mich in die Gegend, in der alugha ist. Meinen genauen Wohnort werde ich nicht verraten. Den Master in der Tasche war es dann schließlich an der Zeit, dass ich mir Arbeit suche. Noch immer wusste ich nicht so genau, was ich machen möchte, konnte mir aber vorstellen, als Texterin oder als PR-Beraterin zu arbeiten. Auch die Startup-Branche sagte mir aufgrund ihrer Dynamik zu. Ganz naiv googelte ich schließlich „Startup Mannheim“ und kam so schließlich auf alugha. Videos und Mehrsprachigkeit. Das passte doch zu mir. Definitiv ein schönes Produkt. Ich folgte dem Unternehmen also auf LinkedIn und wollte mich an die Bewerbung setzen. Letzteres war gar nicht nötig, da Bernd mir zuvorkam und mich anschrieb, wofür ich unendlich dankbar bin.

Und voilà: Hier bin ich nun das Texterherz bei alugha.

Was ich an alugha besonders spannend finde:

  • Die Mehrsprachigkeit steht hier ganz klar an erster Stelle. Auch finde ich es so unfassbar schön, dass auch „kleinere“ Sprachen vom System unterstützt werden. Auf diese Weise können sie dokumentiert und gegenbenenfalls auch erhalten werden. Und dies gehört definitiv zu meinen Herzensprojekten.

  • Die Speech-to-Text-Transkription, die das Ganze etwas inklusiver macht.

  • Die Kombination aus Mensch und KI.

  • Die Nachhaltigkeit. Wir haben nur diesen einen Planeten und es ist wichtig, dass sich auch Unternehmen darüber Gedanken machen, wie sie ihren Service nachhaltiger gestalten können.Videostreaming an sich ist nicht nachhaltig, aber man kann etwas dafür tun, dass zumindest weniger CO2 verbraucht wird.

  • Das Thema Datenschutz. Zugegeben kenne ich mich damit ja nicht so gut aus. Egal ist mir das Thema trotzdem nicht. Ich glaube, dass es vielen Einzelpersonen so geht, und deshalb müsste es Aufgabe der Seitenbetreibenden sein, Datenschutz zu gewährleisten.

Was es sonst noch über mich zu sagen gibt:

  • Working Mum

  • manchmal etwas verpeilt

  • Ich bin eine klassische Overthinkerin, die sich hier auch gerne mal in Recherchen verliert.

  • Ich singe noch immer gerne. Also, wer mich als Hochzeitssängerin buchen möchte: nur zu

  • Ich interessiere mich besonders für Nischen und Schnittstellen: Schnittstellen zwischen Sprache und Kultur, Schnittstellen zwischen Sprache und Musik, ...

  • Ich bin recht schulsystemkritisch. Alucation hat Potential das verstaubte System ein wenig aufzupolieren.

  • Ich esse gerne Granatäpfel.
  • Selbstportraits zu schreiben macht Spaß, kann aber vielleicht auf andere etwas selbstverliebt wirken
  • Um mit mir zu kommunizieren, könnt ihr mich auf deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, baskisch und hebräisch kontaktieren.

Ich freue mich auf eine mehrsprachige, kreative, inspirierende und lehrreiche Zeit bei alugha.

#alugha

#everyoneslanguage

#multilingual 

 

Foto: Martin Fleck

Danke, ganz tolles Eigeninterview!

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