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Warum sollte Ihr Unternehmen Personen beschäftigen, die über 40 Jahre alt sind?

Die Generation X punktet mit ihrer Erfahrung, einer veränderten Weltanschauung, Widerstandsfähigkeit, Qualifikationen, hohem Potenzial und das Alter, mein Freund, ist zu vernachlässigen!

Ein Freund wurde aufgrund seines Alters von einem Auswahlprozess ausgeschlossen. Er ist lediglich 42 Jahre alt und wir müssen zugeben, dass das heutzutage nicht das Alter einer “alten” Person ist - ich z. B. bin 41 Jahre alt und betrachte mich definitiv nicht als “alt”. Mit gerade einmal 42 Jahren hat ihn die Firma aus dem Bewerbungsverfahren ausgeschlossen, mit der Begründung, sie suchen jemand jüngeren und er solle sich 2018 wieder bewerben. Mit anderen Worten, mein Freund wurde als “zu teuer” erachtet, mit seiner Erfahrung und Qualifikationen. 

Das Unglaubliche an der Geschichte ist, dass die Forderungen an die Position in der Stellenanzeige der Firma - auf Management-Ebene - konkret viel Erfahrung und Qualifikationen beschreiben, was auf einen Berufsanfänger nicht zutrifft. Was können wir aus dem Verhalten der Firma folgern? Hat man bei der Budgetplanung vergessen jemanden einzuplanen, der aufgrund seiner Erfahrung etwas mehr kostet? Mangelte es an Wissen über die realen Gehälter auf dem Markt? Vorurteile in Bezug auf Fachkräfte über 40, die angeblich mit den schnellen Veränderungen heutzutage nicht Schritt halten können?

Was auch immer innerhalb dieser Firma passiert ist, ich möchte lieber Vorschläge machen und mich nicht nur Beschweren oder Kritisieren. Wenn Sie, lieber Leser, Inhaber, CEO, Direktor oder Leiter der Personalabteilung einer Firma sind, lesen Sie hier meinen Vorschlag: betrachten Sie die Fachkräfte über 40 Jahre mit anderen Augen. 

“Die heutige Welt ist definitiv nicht mehr, was sie vor 15 oder 20 Jahren war. Ich garantiere Ihnen, dass eine Fachkraft über 40 sicherlich nicht mehr dem Profil von vor 20 Jahren entspricht.”

Wenn Sie also bald ein Bewerbungsverfahren in Ihrem Unternehmen starten, hauptsächlich auf Führungsebene, ziehen Sie einige gute Gründe in Betracht, die für die Anstellung eines über 40-jährigen sprechen. 

Wir sind erfahrener und haben eine differenzierte Sicht der Welt

Fachkräfte, die über 40 Jahre alt sind, gehören der sogenannten Generation X an, d. h. sie sind zwischen Ende 1960 und Anfang 1980 geboren worden. Wir gehören der letzten Generation an, die ohne die Vorzüge der Information, Kommunikation und Unterhaltung, die durch das Internet und die sozialen Netzwerke entstanden sind, aufgewachsen ist - und genau deswegen haben wir eine differenzierte Sicht der Welt. Wir müssen nicht Google fragen, was die Aussage “der Groschen fällt” bedeutet. Wir haben öffentliche Telefone benutzt, die mit Münzen funktionierten. Da wir genau wissen, wie die Welt vor der Digitalisierung funktioniert hat, sind wir besser in der Lage mit Situationen aus der “realen Welt” umzugehen, vor allem in Situationen, die Angesicht zu Angesicht passieren - eine wichtige Fähigkeit für Fachkräfte, die z. B. auf Führungsebene, im Kundendienst, bei schwierigen Verhandlungen agieren und vor Ort wichtige Entscheidungen treffen und verkünden müssen, und sich nicht hinter einem Computer oder Smartphone verstecken. 

Wir sind widerstandsfähiger

Wir kennen Wirtschaftskrisen und hohe Inflation aus den Jahren 1980, das ist für uns keine Neuheit. Wir wissen “von klein an”, wie man mit Schwierigkeiten umgeht. Deshalb haben wir eine härtere “Schale”, oder sind sehr widerstandsfähig. Selbstverständlich hilft diese Erfahrung dabei, schlechten Stimmungen aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten vorzubeugen und ist damit eine wertvolle Führungsfähigkeit, vor allem im Bereich Finanzen, Verkauf und Einkauf. Hätten Sie nicht auch gerne jemanden, der aus einem schmalen Budget viel “rauspressen” kann? Denken Sie darüber nach. 

Unsere Fähigkeiten sind gleich oder besser als die von 20 oder 30-jährigen

Wenn Sie die letzten 10 Jahre nicht geschlafen haben, wissen Sie, dass unsere Fachkräfte im Alter von 20 bis über 30 Jahren - die Generation Z und Y - sehr qualifiziert sind. Die Welt hat sich verändert, die Jugend zieht später von Zuhause aus, heiratet später und bekommt später Nachwuchs. Dieser Lebensstil erlaubt, dass diese Arbeitnehmer früh ihre Qualifikationen erreichen, früh den Abschluss, Master oder sogar den Doktor schaffen, oft vor ihrem 30sten Lebensjahr. Was bedeutet das für die Fachkräfte in ihren 40ern oder älter? Sie wollen schließlich nicht abgehängt werden!

Heute gibt es mit Sicherheit wesentlich mehr Fachkräfte über 40, die in Weiterbildung investieren als noch vor 10 Jahren. Es ist die Befürchtung “abgehängt” zu werden, die die “Vierziger” anspornt wieder die Schulbank zu drücken. Ich gebe in ganz Brasilien Marketing-Kurse und höre das bei all meinen Teilnehmern. Sie glauben mir nicht? Machen Sie den Test, schauen Sie sich auf Linkedin die Profile von Personen über 40 an und prüfen Sie die Qualifikationen. Man sollte dabei betonen, dass einige dieser Fachkräfte mit über 40 Jahren bereits ihren zweiten oder dritten MBA haben, oder anders gesagt, mehr Wissen, als ihre jüngeren Kollegen - aus offensichtlichen Gründen. 

Ja, wir kosten mehr, aber höhere Kosten kommen mit mehr Wert

Es ist elementar: Mehr Erfahrung auf dem Markt und mehr Qualifikation bedeutet offensichtlich, dass man jemanden über 40 Jahre höher entlohnen muss. 

“Ihre Firma möchte jemand erfahrenen und qualifizierten, aber hat nicht die Ressourcen ihn zu bezahlen? Gut, mein Freund, dann überdenken Sie das Profil dieser Position oder bezahlen Sie in der Zukunft den Preis dafür, einen Junior angestellt zu haben für eine Senior Position.”

Es ist klar, dass das meist nicht gut geht (mit wenigen Ausnahmen). Denken Sie daran, dass teurer auch bedeutet, einen Mehrwert zu haben. Sie wollen eine Fachkraft mit Mehrwert anstellen? Überdenken Sie ihr Budget und sparen Sie an anderer Stelle. Vergessen Sie nicht, dass es meist so ist, “wer günstig einstellt kommt am Ende teurer raus”. 

“Ah, aber wenn ich heute jemand teureren einstelle, dann wird es auch teurer, wenn ich ihn wieder entlassen muss”, das wird jemand in Ihrer Firma schon geäußert haben. Einen Moment, Ihre Firma stellt jemanden ein, den Sie wieder entlassen wollen? Dann sollten Sie Ihr Einstellungsverfahren überdenken. Dieses Problem hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit der Kompetenz jemand Passenden für die Stelle zu finden. 

Alter ist lediglich eine Zahl

Letztlich glaube ich, dass das Alter lediglich eine Zahl ist, die mehr mit dem Verhalten als der physischen Erscheinung zu tun hat. Ich kenne jungen Menschen mit einem “alten Kopf”, sowie ältere Menschen mit einer unglaublich jugendlichen Einstellung. Ebenso kenne ich junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren, die mehr Haltung und guten Verstand haben, als so mancher über 50. Jeder Mensch ist anders. Was möchte ich mit all dem sagen? Nehmen Sie das Alter nicht als wichtigen Faktor für die Anstellung einer Person. Verstehen Sie, dass es für manche Positionen, die viel Erfahrung auf dem Markt verlangen - und nicht zu vergessen, im Leben - unabdingbar ist, eine erfahrene Person einzustellen. Ansonsten, stellen Sie sich auf die Konsequenzen ein. 

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Über den Autor

Stefan Ligocki ist Marketingstratege. Er arbeitet als Berater, Referent und Professor für Lehrgänge im Bereich Digitales Marketing, Content Marketing, Marketingstrategien und Management der persönlichen Marke (personal branding). Er ist Direktor bei KEEP CALM - Marketingstratege und im Aufbaustudium für Strategisches Marketing an der ESPM und für Unternehmensmanagement an der FGV. 

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